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» Zum Bahn-Streik
30. Nov 2007 um 10:57 von GoGru
Und täglich grüßt Johannes Schlüter. Bechke hat mir den Link zu dieser Parodie im Stil von “Und täglich grüßt das Murmeltier” geschickt. Danke dafür. Für einen Lacher ist der Clip gut, allerdings ist er viel zu einseitig: Wenn man sich hier gekonnt lustig machen will, muss man auch beide verbohrte Seiten in Betrachtung ziehen. Ich halte die Forderung nach 30% mehr Gehalt für absolut überzogen. Man muss sich aber auch die Gegenseite ansehen: Die DGL verhandelt schließlich nicht mit irgendwem, sondern mit einem Konzern, der im Jahr 2006 30 Mrd. Umsatz und über 2 Mrd. Gewinn (!!) erwirtschaftet hat. Der Vorstand (von dem im Tarifkonflikt hauptsächlich Margret Suckale und Hartmut Mehdorn zu sehen sind) hat jährliche Bezüge von nahezu 17 Millionen Euro – verteilt auf 8 Leute.
Schell und co haben ein Problem im Kampf mit dem Bahn-Vorstand: Im Vergleich zur GDL handelt es sich bei diesen Leuten um absolute Kommunikationsexperten, die eine ausgeklügelte Strategie in der Hinterhand halten. Wenn Mehdorn behauptet, die Bahn sei eine “Solidargemeinschaft” und man wolle den Lokführern nicht zu ihrer Sonderstellung verhelfen, klingt das zunächst konsequent und fair gegenüber den Schaffnern, Servicemitarbeitern usw. – ein Argument, das die Öffentlichkeit schluckt. Tatsächlich verbirgt sich dahinter aber mal wieder nichts als reines ökonomisches Denken: Man nutzt das “noble Argument” nur, um die Gehaltserhöhungen möglichst kurz zu halten. Es werden große Töne gespruckt wie: “Für gleiche Arbeit gleiches Geld.” Warum verdienen dann nicht mal alle Lokführer für wirklich gleiche Arbeit gleiches Geld? An die Differenzen der Löhne in Ost und West denkt in diesem Konflikt bislang niemand – das scheint egal, hauptsache – so die Konzernsicht – man hält die “Solidargemeinschaft” aufrecht wie sie bislang war.
Nun aber zum Video:
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Der Beitrag wurde am Freitag, den 30. November 2007 um 10:57 Uhr veröffentlicht und wurde unter Videos, Zeitgeschehen abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

