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Archiv der Kategorie 'Geschichten'


» Mehrwertsteuer an der Tankstelle

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4. Jul 2008 um 20:03 von GoGru

Heute habe ich an der Tankstelle in Jena, an der die Straßenbahn täglich vorbeifährt, einen Benzinpreis von 1,61€ lesen müssen. Die “1,60€-Marke” kann zwar kaum als symbolisch gelten, ist das Überschreiten der 1,50€ doch auch nicht lange her, jedoch wirkt der Preisanstieg besonders bedrohlich, wächst die erste Zahl nach dem Komma neuerdings fast so schnell wie früher die zweite Nachkommastelle.

Warum ich euch hier noch mal das erzähle, was in allen Nachrichten zu sehen und zu hören ist? Ein Blog soll ja auch den eigenen Erfahrungen der jeweiligen Autoren eine Plattform sein (und nicht nur der Bespaßung dienen). Daher beichte ich zunächst, dass ich mich das erste mal in meinem Leben einer FDP-Forderung anschließe. Vor knapp 3 Monaten ertönte es aus der liberalen Fraktion, man solle aufgrund der Energiepreise das”Brot des 21. Jahrhunderts”, die Energie, also das Gut, von dem wir abhängig gemacht wurden, mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7% belegen. Dem stimme ich zu.

Momentan bezahlt man ja mit 19% von 1,61€ rund 31 Cent an Mehrwertsteuern. Ebenfalls an den Staat gehen die fix pro Liter berechnete Mineralölsteuer (50,1 Cent pro Liter) und die Ökosteuer (15,4 Cent pro Liter ). Ein “Erdölbevorratungsbeitrag” von 0,46 Cent pro Liter geht auch fix ab. Von 160,9 Cent (so der genaue Preis) gehen genau 30,57 Cent MwSt ab, sowie die anderen genannten fixen Beträge. Der reine Benzinpreis (Warenpreis ohne Steuern) beträgt also bei heute beobachtetem Preis an der Zapfsäule 64,37 Cent. Würde Benzin momentan mit 7% versteuert, würde der Liter nicht 160,9 Cent kosten, sondern “nur” 139,5 Cent. Natürlich ist anzunehmen, dass die Mineralölkonzerne die Gunst der Stunde nutzen würden, um einen Teil der Steuersenkung selbst wieder draufzuschlagen. Der Autofahrer ist ja machtlos und abhängig!

Worauf ich eigentlich hinaus will und worauf der Fokus der Öffentlichkeit nie gerichtet wurde, ist folgender Missstand (nein, ich meine nicht, dass man Missstand mit drei S schreibt): Vielleicht ist dem ein oder anderen bei oben genannter Berechnung aufgefallen, dass man an den Tankstellen nicht nur auf Benzin die Mehrwertsteuer zahlt, sondern auch auf Steuern!! Ja richtig gehört! Denn auch auf die Teile des Preises, die aus den fixen Kosten bestehen, werden 19% erhoben.

Ich selbst habe diesen Umstand auch  noch nie hinterfragt und bin heute bei meiner Rechnung darauf gestoßen. Würden alle anderen Steueranteile nicht noch einmal besteuert (wir sehen bei folgender Rechnung von Mutmaßungen über das Verhalten der Mineralölkonzerne im Fall von Steuersenkungen ab), so ergäbe sich folgendes Bild:

Der reine Benzinpreis ohne Steuern beträgt 64,37 Cent. Darauf entfallen 19% Mehrwertsteuer, womit wir bei 76,6 Cent pro Liter wären. Addiert man erst jetzt alle fixen Steuern, so erhält man 142,6 Cent pro Liter. Geht man von dieser Anwendung der Mehrwertsteuer aus und zusätzlich vom günstigen Steuersatz von 7%, dann würde ein Liter Benzin derzeit 134,8 Cent kosten.

Danke für die Aufmerksamkeit!

» Bericht vom Bierathlon 2008

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9. Jun 2008 um 19:29 von GoGru

Endlich: Hier kommt der Bericht vom Bierathlon 2008. Leider hat es ein wenig länger gedauert als geplant, aber man hat ja bekanntlich auch noch was anderes zu tun. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Hier geht es zur Bildergalerie! Eine weitere Fologalerie mit Bildern vom Drö gibt es hier.

weiter…

» Das Mutztier

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20. Mai 2008 um 09:14 von GoGru

Edit: Ich habe den Beitrag noch mal nach oben genommen, weil es jetzt ein Foto gibt, dass einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Das Mutztier…

… ist ein sehr seltenes und schwer zu erjagendes Tier, welches dem vorzüglichen Mutzfleisch seinen Namen verleiht. Dieses sagenhafte Wesen, verwandt mit der eierlegenden Wollmilchsau, ist unsagbar scheu und lebt lediglich in einem kleinen Gebiet Ostthüringens und auch dort nur in der Nähe von Birkenwäldern. Die äußerst langwierige Jagdprozedur kann nur von einem geübten Jäger mit Erfolg gekrönt sein und läuft wie folgt ab:
Zunächst sucht sich der Jäger eine gut gewachsene Birke. Nun wartet er, bis sich das äußerst scheue Mutztier zeigt. Die Schwierigkeit der Jagd besteht darin, die Birke just in dem Moment zu fällen, in dem das Tier unter ihr entlang geht und durch den fallenden Baum erschlagen wird. Dem Jäger wird dabei viel Geduld abverlangt, denn es dauert lang, bis sich ein Mutztier zeigt.
Mit dem Hochgefühl der erfolgreichen Jagd schreitet man zur Tat. Es wird ein Feuer mit Birkenholz entfacht und das Mutzfleisch, verfeinert mit edlen Gewürzen, über dem Feuer gegrillt und anschließend verzehrt.



Autor dieser kleinen Anekdote ist Underdog. Danke für den netten Beitrag. Ich freue mich schon auf die Eröffnung der diesjährigen Mutzsaison!

» Käsesuppe

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13. Mrz 2008 um 12:12 von GoGru

Ich habe mich nach dem Essen selten so unwohl gefühlt wie gestern abend (und auch heute noch). Schuld daran ist ein Kumpel, der zu Besuch war um uns sein Leibgericht, die “Käsesuppe”, zu kochen. Schon vor ein paar Wochen wurde die Beschreibung dieses Mahles von mir mit den Worten quittiert, es handle sich “um das wohl ungesündeste Essen aller Zeiten. Es muss also gut schmecken”. Nun kann ich eigentlich nur feststellen, noch nie zuvor eine solche Harcore-Mahlzeit eingenommen zu haben. Man isst eine Portion und der tatsächlich leckere Geschmack verfliegt an einem Punkt plötzlich, um Abscheu zu weichen. Man kommt nach nur einem Teller zu dem Ergebnis, dass man dieses Gericht nie wieder essen will (obwohl man es beim ersten Löffel noch gut fand). Manch einer wird mich nun für eine Memme halten. Deshalb will ich euch das Rezept mitteillen, damit ihr es nachkochen und mein Unwohlsein teilen könnt. Schon die Zutatenliste gibt wohl einen Eindruck vom Fettgehalt.
Zutaten (für 4 Personen)

  • 1000 g Hackfleisch
  • 1 BecherSchlagsahne
  • 6 Becher (a 200g) Schmelzkäse (je 3x Sahne und 3x Kräuter)
  • 20ml Öl zum Anbraten
  • Gewürze zum Abschmecken

Zubereitung

Zunächst möchte ich betonen, dass wir gestern “nur” 5 statt 6 Becher Schmelzkäse genommen haben. Es hat gereicht!

Man brät das Hackfleisch in einem Topf an. Ist es krümelig angebraten, kommt der Becher Sahne dazu. Anschließend gibt man nach und nach den Schmelzkäse dazu und schmeckt je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und eventuell Paprika, sowie Curry ab. Serviert wird die Käsesuppe am besten mit Brötchen.

Als Getränk empfehle ich: Bier.

Guten Appetit!

Nachtrag:

Nachdem ich gefragt wurde, wie viele Kalorien dieses Essen hat, will ich mal eine kleine Rechnung aufstellen:

  • Hackfleisch: 230 kcal/100g (1000g = 2300 kcal)
  • Sahne: 290 kcal/100g (200g= 580 kcal)
  • Schmelzkäse: 290kcal/100g (1200g = 3480 Kcal)
  • Öl: 800 kcal/100g (20g = 160 kcal)

Das macht für dieses Rezept 6520 kcal. Oder auf 4 Leute verteilt: für jeden 1630. Dazu kommen die Brötchen.

» Über den Unterschied der Metal-Genre…

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7. Aug 2007 um 15:21 von GoGru

Heute wollen wir etwas über den Unterschied verschiedener Metal-Genres lernen. Folgender Text geistert durchs Internet. Ohne den Autor zu kennen, geht mein dank an den anonymen Schreiber. Für unsere Metal-Freunde sollte der Text unterhaltsam sein, obwohl hier wirklich nur Klischees bedient werden.

Es geht um die alte Märchen-Leier mit einem Schloss,das von einem bösen Drachen bewacht wird, und in welchem eine Prinzessin auf ihre Befreiung wartet. Doch wie geht die Geschichte aus? – Je nach Metal-Genre ganz unterschiedlich.

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» Nachgerechnet – Der Bierbar-Skandal

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21. Jul 2007 um 20:34 von GoGru

In Zeiten, wo man normalerweise knapp 3€ für ein schönes Bierchen vom Fass zahlt, ist die Bierbar in Gera eine besondere Oase des günstigen Biergenusses. Zwar erinnere ich mich noch an Tage, als man dort 1,50€ für einen halben Liter Pils vom Fass gezahlt hat, doch sind die 2,00€, die man derzeit zahlt, immernoch vergleichsweise günstig.

Gestern jedoch ist etwas passiert. Ich habe mir ein 0,3l-Bier bestellt. Warum weiß ich nicht. Vielleicht ist das ja peinlich. Egal. Jedenfalls stutzte ich, als ich bemerkte, dass dieses Bier 1,10€ gekostet hat. Komisch. Ist es nicht üblich, das größere Getränk zum günstigeren Preis (pro Liter) anzubieten?

Rechnet man aber bei der Bierbar nach, ergibt sich ein anderes Bild. Trinkt man nämlich nur die “Kleinen”, kommt man günstiger. Ganze 0,17€ pro halbem Liter. Oder anders ausgedrückt. Wer vor hat, in der Bierbar 3l feinstes Pils zu konsumieren, zahlt bei 6 x 0,5l 12,00€ und bei 10 x 0,3l 11,00€. Mit dem so gesparten Euro kann man sich glatt ein Fischbrötchen extra leisten. Und das es sich dabei um eine ganz besondere Bierbar-Spezialität handelt, sollte ja bekannt sein.

» Bericht vom Bierathlon

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26. Jun 2007 um 15:08 von GoGru

Ihr könnt stolz auf uns sein: Unsere Mannschaft hat wobbmbobbm.de beim diesjährigen Bierathlon in Ilmenau würdig vertreten können. Jaehsus, Aumi, Bierwanne und meine Wenigkeit haben tapfer gekämpft und den Kickelhahn in einer guten Zeit erklommen. Wir hatten sogar Unterstützung in Form von Drö, der eine Reihe sehr schöner Fotos geschossen (und – PREMIERE -mal einen Schluck Bier getrunken) hat. Mein Cousin begleitete uns ebenfalls auf dem Weg und unterstütze uns, wo es nur ging. Für diejenigen, die nicht dabei waren, gibt’s hier die wichtigsten Ereignisse in Kurzform.

Schon am Vorabend (Sonntag) haben wir ein kleines Training eingelegt. Da wir uns einig waren, dass wir alle gute Läufer sind und Probleme viel mehr beim Trinken auftreten können, haben wir uns bei der Trainingseinheit auf das Biertrinken konzentriert. Da wir alle nur Gelegenheitstrinker sind, hat es uns gewundert, dass einige Biere und auch der in Ilmenau berüchtigte Longdrink “Eistee” keine große Hürde für uns darstellten. Spaß beiseite: Trinken ist ein erstes Problem und sollte nicht verharmlost werden. Kommen wir also zum Thema, dem Bierathlon.

Es konnte losgehen. Nach einem kräftigen Frühstück (bestehend aus Steaks und Pommes) zogen wir, begleitet von leichtem Nieselregen zum Startpunkt. Ein besonderer Running Gag entstand, da der Niesel stets nach wenigen Minuten aufhörte. Es war also an der Zeit, die Regenjacken auszuziehen und stolz das Team-Shirt zu zeigen. Da der Regen aber immer wieder einsetzte, hieß es: Jacke aus, Jacke an, Jacke aus, Jacke an… Unten seht ihr übrigens uns 4, wie wir voller Stolz unsere Shirts mit dem “wobbmbobbm.de”-Aufdruck präsentieren und heroisch mit einem Höchstmaß an Selbstvertrauen dem Großereignis entgegen gehen.

 

Dank eines besonderen Services seitens der Veranstalter konnten wir unseren Bierkasten (wir hatten uns im Vorfeld auf Hasseröder verständigt) direkt am Start abholen und mussten nicht mehr als den Ladenpreis zahlen. Da standen wir nun mit unseren schwarzen Team-Shirts mit der Aufschrift “wobbmbobbm.de Biertestjury” inmitten all der anderen Mann- und Frau-schaften mit ihren schrägen Kostümen. Männer in Bauarbeiterkluft, andere, die nichts als eine Unterhose trugen und sogar eine Giraffe (!) waren von der Partie. Es waren auch erstaunlich viele weibliche Teams am Start, eines davon doch tatsächlich in Katzen-Faschingskostümen und mit “kätziger” Schminke im Gesicht. Wir holten unsere Startnummer und gingen zur Startlinie. Wir probierten unser (wirklich sehr lobenswertes) Biertragesystem aus. Es wäre fatal, auf dem ca. 3,5km langen Weg mit seinen 400 Höhenmetern (nur bergauf!) den Bierkasten auf “normale” Weise zu tragen. Bierwanne hatte 2 alte Fahrrad-Schläuche aus dem Keller gekramt. An jeden Griff des Bierkastens wurde einer der Schläuche befestigt, so dass wir den Kasten mit den elastischen “Gurten” einfach zu zweit auf den Schultern tragen konnten. Natürlich mussten Jaehsus und Roland sowie Aumi und ich jeweils ein Trage-Team bilden. Ich stelle mir vor, zusammen mit Jaehsus den Kasten auf diese Art zu tragen; da würde das Bier wohl auf meiner Seite rausfallen.

Nach dem Startschuss strömten wir mit der Masse los. Ursprünglich hatten wir uns ausgemacht, sofort nach dem Start eine Rast einzulegen und erst mal in Ruhe das erste Bier zu trinken. Dieser Einfall hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, denn Aumi und ich waren in Kämpferlaune und gingen in einem ordentlichem Tempo mit dem Kasten bergan. Allerdings mussten wir schnell merken, dass sich Laufen und Trinken nicht gut vertragen. Also waren ständig Pausen angesagt, die zum Trinken genutzt wurden. Schon bei unserer zweiten Pause, bei der wir jeder das dritte Bier leer bekommen wollten, kam ein Gefühl auf, als sei der gesamte Bauch nur mit Schaum gefüllt. Da hieß es tapfer sein! Immerhin gab es zu unserer Erheiterung ein kleines Schauspiel zu sehen: Ein Team wollte wohl schnell sein und das Bier durch den Trichter trinken. Das hat sich bei einem Team-Mitglied schnell gerächt, denn er musste unfreiwillig rückwärtige Peristaltik betreiben. Drö hat diesen Moment mit der Kamera für die Ewigkeit konservieren können. Das letzte Drittel des Weges war hart, nicht aber wegen der Steigung oder dem Gewicht des Kastens, sondern wegen des Trinkens. Es wollte fast nichts mehr reingehen. Ich glaubte, bald überzuschäumen. Aumi und ich hatten den Kasten wieder übernommen und verfolgten nun die Taktik, immer einige 100 Meter schnell zu gehen, um dann stehenzbleiben und einen riesigen Schluck zu nehmen. So brachten wir das vierte Bier irgendwie hinter uns und machten auch gleich das fünfte auf. Das letzte Bier war eine Qual. Die abschließenden 500 Meter des Weges waren einfach zu wenig für den halben Liter. Also standen wir mit den letzten Flaschen direkt vor der Ziellinie, wie eigentlich die meisten Teams. Völlig überraschend konnten Jaehsus und Roland genauso wenig trinken wie ich. Da sprang völlig heldenhaft Aumi ein, der alles in allem an diesem Tag über 6 Flaschen trinken musste und damit verhinderte, dass wir noch unnötig lange mit dem Austrinken zubringen mussten. Wir brauchten nur noch über die Ziellinie zu stolpern. Oben angelangt, legten wir uns erst einmal ins Gras und regenerierten uns für 20 Minuten. Als das “Schaum-Gefühl” endlich verflogen war, konnten wir uns ein Bierchen vom Fass genehmigen und auf unseren Triumpf anstoßen. Mit einer Gesamtzeit von 79 Minuten hatten wir fast nicht gerechnet. Wir konnten unser ursprüngliches Ziel von 90 Minuten also locker schlagen. Leider gibt es noch keine genauen Zahlen, aber wir schätzen, dass wir auf jeden Fall zum schnellsten Drittel gehören.

Beim Abstieg vom Kickelhahn kam es dann, wie es kommen musste. Ilmenau zeigte sein wahres Gesicht, denn es regnete wie aus Eimern. Den Weg in die Kaufhalle konnte uns der Regen aber nicht vermiesen. Wir hatten schließlich Bierdurst. Für nächstes Jahr lautet das ehrgeizige Ziel übrigens, mit zwei wobbmbobbm.de-Teams zu starten. Dann geben wir die Termine rechtzeitig bekannt, so dass sich jeder drauf einstellen kann. Der Bierathlon hat echt Spaß gemacht, weshalb ich nächstes Jahr auch wieder teilnehmen möchte. Ich hoffe, dass das Team dann steht.

» Anne’s guide to elegance

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11. Jan 2007 um 18:12 von GoGru

Zum Weihnachtsfest hat Anne ein besonderes Geschenk bekommen:

Mein Fashion-Stück des Monats. Dieses formschöne  Paar Socken  habe ich von einem lieben Freund  bekommen, dem ich wohl  sehr am Herzen liege. Sie lassen sich hervorragend  zu Abendkleidern  kombinieren. In Verbindung mit  Dessous lassen die Socken Männerherzen höher schlagen. Man beachte den ausgefallenen Formstil (Fersenausbeulung auf halber Wade – Sommertrend 2007). Die Kombination mit Streifen hat sich als zu gewagt herausgestellt. Meine Informatiker-Kommilitonen waren schockiert. (Anne)

» Sauerkraut

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2. Jan 2007 um 14:33 von GoGru

Es war mal wieder an der Zeit, den Teppich meines Wohnzimmers zu reinigen. Da ich keine Lust hatte, 3,99€ für einen Teppich-Reinigungsschaum auszugeben, beschloss ich, eines dieser “Hausfrauen-Mittelchen” anzuwenden. Außerdem, so dachte ich mir, hat man die Zutaten sicher im Hause und muss nicht einmal zur Kaufhalle fahren. Ich durchstöberte also den Stapel mit meinen abonnierten Frauenzeitschriften und wurde gleich fündig. Zwischen Sudoku und Kochrezepten befand sich, nahezu unsichtbar, der Tipp, dreckige Teppiche mit Sauerkraut zu reinigen. Super, dachte ich mir, Sauerkraut habe ich immer im Haus. Es gehört zu meinen Lieblingsspeisen, weshalb ich immer ein paar Dosen in meiner Speisekammer vorrätig habe Im Urlaub hatte mich ein Amerikaner wegen meiner Vorliebe als “Kraut” bezeichnet. Ist das nicht goldig?.

Ich wollte gerade den Dosenöffner ansetzen, als mir einfiel, dass ich doch auch gleich den dekorativen Wandteppich mit säubern könnte. Erst neulich beim Kaffeetrinken meinte Jaqueline, ich wüsste das einstige Hochzeitsgeschenk nicht zu würdigen. Das stimmt nicht; aber in einem Punkt muss ich ihr einfach Recht geben: Das Motiv des majestätischen Hirsches vor einer malerischen Taiga-Landschaft, das meinen Wandteppich ziert, ist kaum mehr erkennbar.

Das Scheißteil geht nicht ab, dachte ich bei mir, nachdem ich schon mehr als 20 Minuten versucht hatte, den Teppich von der Wand zu lösen. Wäre ich damals nicht zu faul gewesen, Löcher für die Leisten zu bohren, hätte ich den Teppich nie mit Superkleber an die Wand geleimt. Es nützte nichts, ich musste mir also etwas anderes einfallen lassen. In Erinnerung an meinen Physikunterricht aus längst vergangenen Tagen wurde mir klar, dass Sauerkraut an einer vertikal im Raum stehenden Fläche wohl kaum kleben würde. Ich folgerte, dass die geforderte 20-minütige Einwirkzeit kaum gewährleistet werden konnte, wenn ich immer wieder mit Krautkugeln auf den Teppich werfen würde.

Ein Tee brachte meine grauen Zellen auf Trab. Mir kam DIE Idee: “Ich schlag zwei Fliegen mit einer Klappe”. Der Einfall war so genial, dass ich ihn nicht nur denken mochte, sondern ihn lauthals aussprach; und das, obwohl ich seit Jahren alleine wohnte. “Ich lege einfach so viel Sauerkraut aus, dass der Teppich auf dem Boden und der Wandteppich zugleich gereinigt werden.” Nun bedurfte es noch einiger Vorbereitungen. Wenn man seinen Enkel-Kindern schon vorhält, nicht mit Essen zu spielen, so sollte man auch selbst ein gutes Vorbild sein. Ich nahm Zollstock und Taschenrechner und begann alsbald, die exakte Anzahl an Sauerkrautdosen zu errechnen, die für mein Vorhaben nötig sein würden. Mein Wohnzimmer misst sechs Meter in der Länge und vier in der Breite. Die obere Kante des Wandteppiches schließt bei 1,50m ab. Sechs mal vier mal anderthalb macht nach Adam Ries 36m³ Sauerkraut. Ich ging in die Speisekammer und erfuhr auf dem Etikett einer der großen Vorratsdosen, dass diese 1000ml Sauerkraut enthielten. Ich erblasste, als die Anzeige auf meinem Taschenrechner mir sagte, dass ich 36000 Dosen Sauerkraut bräuchte, um mein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Kurz hatte ich schon darüber nachgedacht, doch lieber den Teppich-Reiniger für 3,99€ zu nehmen. Dann fiel mir aber ein, dass das gegen meine Prinzipien verstoßen würde: 3,99€ ist doch totaler Wahnsinn für so einen blöden weißen Schaum aus einer blöden bunten Flasche. Man wird doch heutzutage überall nur noch abgezockt. Und 36000 konnte doch auch beim besten Willen nicht stimmen! Die dicken Firmenbosse mit ihren Protz-Karren und den kubanischen Zigarren im Maul haben doch alles im Griff! Jetzt haben sie sogar schon die Mathematik vergiftet. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass man mit 36000 Dosen Sauerkraut 5 Schwimmbäder füllen können sollte; und mein Wohnzimmer ist viel kleiner. Da sollten 100 Dosen locker ausreichen.

Irgendwo können einem die von der Werbung total vereinnahmten und manipulierten Leute auch Leid tun. Aber sie sind doch selber schuld: Andere wären jetzt in den Laden gegangen und hätten 36000 Dosen Sauerkraut gekauft, nur um einen blöden Teppich zu reinigen. Aber nicht mit mir! Die beherrschen doch die Sauerkraut-Industrie und die Mathematik, diese Hyperkapitalisten, die den Hals nicht voll genug kriegen können. Aber ich fall auf den ganzen Hokus-Pokus nicht rein! In den Ford Fiesta passen ohnehin nur etwa 100 Dosen.

Ich fuhr also in den Supermarkt und lud den Wagen voll. 39€ zahlte ich an der Kasse, ein echter Wucher. Zuhause angekommen, begann ich sofort mit der Arbeit. Eine geschlagene Stunde ging allein für das Öffnen der 100 Dosen drauf. Anschließend begann ich mit dem Auskippen und Verteilen des Krautes. Was sich nun zeigte, war doch wohl der Gipfel: Kaum 3 cm vom Boden waren bedeckt Mir wurde sofort klar, dass man auch bei der Mengenangabe auf den Dosen kräftig übers Ohr gehauen wird. Nachdem das Kraut eingetrocknet war und ich es wegsaugte (und dabei 5 Sauger-Tüten verbrauchte!) musste ich auch erkennen, dass Sauerkraut Teppiche keinesfalls reinigt! Wütend ging ich in den Laden und kaufte widerwillig für 3,99€ den Teppich-Reiniger. Damit sollte ich wenigstens auch den Wandteppich reinigen können. Ich fing mit dem Boden an. Den Tränen nahe erkannte ich, dass der Reiniger nicht gegen Sauerkrautflecken hilft. Wenigstens der Wandteppich ist schön sauber geworden. Hätte da nicht “Wandteppich-Reiniger” auf der Flasche stehen müssen? Jetzt habe ich die Schnauze gestrichen voll und gehe ins Möbelhaus, um einen neuen Teppich zu kaufen.

Ich schäume vor Wut auf diesen schmierigen Sack, der da irgendwo im Chefsessel sitzt und ALLES beherrscht. Er hat es auf uns alle abgesehen und teuflische Verkaufspläne ausgeheckt. Zunächst verkauft er uns seine Frauenzeitschrift und lässt uns Glauben, Sauerkraut würde unsere Teppiche reinigen. Dann will er uns viel zu viel Sauerkraut verkaufen, indem er die Mathematik systematisch manipuliert. Das viele Sauerkraut ist dann noch von schlechter Qualität, denn es reinigt nicht richtig. Den ganzen Mist sollen wir mit seinen Staubsaugern und seinen Staubsaugertüten wieder beseitigen. Er treibt uns dazu, Teppich-Reiniger zu kaufen, der aber nicht einmal in der Lage ist, Sauerkrautflecken zu entfernen. Wie soll das erst bei Rotwein aussehen? Schließlich gehen wir in eines seiner vielen Möbelhäuser und kaufen einen neuen Teppich. Noch einmal werde ich bestimmt nicht auf die kapitalistische Maschinerie hereinfallen! Oh nein, jetzt habe ich vor lauter Aufregung etwas vom Kaffee verschüttet, mitten auf meinen neuen Teppich. Zum Glück habe ich in einer anderen Zeitschrift gelesen (einer, bei der ich mit ganz sicher bin, dass sie unabhängig ist von der kapitalistischen Maschinerie), dass man Flecken wunderbar mit Backpulver reinigen kann…

von GoGru

» Seidi hat nen Schwanz gestempelt

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29. Dez 2006 um 14:03 von GoGru

Wer regelmäßig Konzerte besucht, kennt die Situation: Man zahlt seinen Eintritt und bekommt einen Stempel auf den Handrücken, der es möglich macht, das Veranstaltungsgelände zwischenzeitlich zu verlassen, um später noch einmal zurückzukehren. So war es auch in Greiz am 23.12.2006 beim Konzert von Denied, Dubiosis und Ganymed.

Allerdings hatte der Kartenverkäufer seinen Platz hinter dem  provisorisch aufgestellten Biergarten-Tisch nach einigen Stunden geräumt, sodass niemand mehr nach seinem Stempel gefragt wurde. Der leere Platz sollte aber wieder besetzt werden. Warum sich Seidi dort hin setzte, ist unklar: War er einfach nur erschöpft nach einem Abend, an dem jeder ungefähr 10 Bier getrunken hatte? Wollte er eventuell noch den einen oder anderen Eintrittspreis bezahlt bekommen? Oder wollte er einfach nur den Stempel benutzen, den der Kartenverkäufer zurückgelassen hatte?

Als ich sah, dass die Person, die da so fleißig Stempel verteilte, wie Seidi aussah, nein, dass sie Seidi war, setzte ich mich daneben. Jeder Metal-Fan, der den Raum wieder betrat wurde aufgefordert, sich noch einen Stempel abzuholen. Keiner der im höchsten Maße alkoholisierten Metaller konnte sich an Seidi und seinem Stempel vorbei schleichen. So wurden Arme, Beine und auch Bäuche (denn viele trugen nur eine Hose) mit dem Datum des Tages verziert. Das Spiel wiederholte sich, bis ein besonders betrunkener Lederhosen-Träger den Tisch passieren wollte. Seidi bat ihn, seinen Stempel erneuern zu lassen, da dieser kaum mehr sichtbar sei. Der Typ baute sich vor Seidi auf, zog seine Hose herunter und legte sein “bestes Stück” frei. Nach kurzem Zögern drückte Seidi seinen Stempel genau an die Stelle, die ihm gerade offenbart worden war.

Manche Dinge lassen sich nicht richtig in Worte fassen. Dazu gehört das ungeheure Maß an Selbstverständlichkeit, mit dem der Metaller seine Hose herunterließ. Man stelle sich vor, es sei völlig normal und absolut konventionell, auf ein Konzert zu gehen und an der Kasse für den Stempel die Hose runterzulassen. Wer weiß, ob es dort, wo der Typ herkommt, nicht gängige Praxis ist? Vielleicht aber wundere er sich am nächsten Morgen auch über das gestrige Datum auf seinem Penis?!

Nach dieser Aktion torkelten Seidi und ich lauthals lachend aus dem Saal. Nachdem wir uns wieder einigermaßen eingekriegt hatten, sagte ich zu ihm: “Seidi, du hast gerade einen Schwanz gestempelt”

Zu den zehn Milliarden Spitznamen von Seidi hat sich nun ein weiteren hinzugesellt: “Schwanzstempler”. Und wenn er nicht gestorben ist, dann stempelt er noch heute.


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